Meditation gibt es bereits seit Jahrtausenden und wird in verschiedenen Religionen und Kulturen praktiziert. Die vielfältigen Meditationstechniken unterscheiden sich nach ihrer traditionellen religiösen Herkunft. Meditationstechniken werden als Hilfsmittel verstanden, einen vom Alltagsbewusstsein unterschiedenen Bewusstseinszustand zu üben, in dem das gegenwärtige Erleben im Vordergrund steht, frei von gewohntem Denken, vor allem von Bewertungen und von der subjektiven Bedeutung der Vergangenheit (Erinnerungen) und der Zukunft (Pläne, Ängste usw.). Viele Meditationstechniken helfen, einen Bewusstseinszustand zu erreichen, in dem äußerst klares, hellwaches Gewahrsein und tiefste Entspannung gleichzeitig möglich sind.

 

Man kann die Meditationstechniken grob in zwei Gruppen einteilen:

- in die körperlich passive (kontemplative) Meditation, die im stillen Sitzen praktiziert wird, und

- die körperlich aktive Meditation, bei der körperliche Bewegung, achtsames Handeln oder   lautes Rezitieren zur Meditationspraxis gehören.

 

Die Einteilung bezieht sich nur auf die äußere Form. Beide Meditationsformen können geistig sowohl aktive Aufmerksamkeitslenkung als auch passives Loslassen und Geschehenlassen herbeiführen.

Meditation ist eine Methode, mit der man lernt, Gedanken loszulassen und den Kopf abzuschalten. Um im „Hier und jetzt“ zu sein. Der Meditierende richtet seine Aufmerksamkeit nach innen. Und erkennt dabei den Ursprung von Gedanken, Gefühlen und Energieflüssen.

 

Bei der Meditation lernen Sie:

- Aufmerksamkeit gezielt zu steuern

- Gedanken kommen und gehen zu lassen

- Geist und Körper zu entspannen

 

Mit Hilfe der Meditation erlernen Sie Ihre Gedanken zur Ruhe zu bringen. Der Zustand in der Meditation ist dem Tiefschlaf ähnlich, allerdings ist der Körper und Geist wach. In der Meditation vertieft sich der Atem und es stellt sich eine Beruhigung aller Körperfunktionen ein. Damit erlangen Sie mehr Ruhe und Ausgeglichenheit und finden in Ihr normales Gleichgewicht zurück.

 

Mittlerweile gibt es viele wissenschaftliche Studien zum Thema „Meditation“ und deren Vorteile. Hier sind einige wenige aufgeführt:

Meditation befreit von Stress

Stress hat äußerst negative Auswirkungen auf Körper und Geist. Vielen Menschen fällt es jedoch schwer, zur Ruhe zu kommen und wirklich zu entspannen. Meditation kann dabei ein sehr hilfreiches Mittel sein.

Forschungsergebnisse, die 2013 im Journal “Health Psycology” veröffentlicht wurden, haben gezeigt, dass Menschen, die meditieren, sich nicht nur weniger gestresst fühlen, es konnte sogar nachgewiesen werden, dass Meditation die Ausschüttung des Stress-Hormons Cortisol verringert.

 

Meditation verändert das Gehirn positiv

Eine Studie aus dem Jahr 2005 zeigte, dass Menschen, die 40 Minuten am Tag meditierten, eine dickere Kortikalwand (Großhirnrinde) hatten als nicht-meditierende Testpersonen. Das bedeutet, dass ihre Gehirne langsamer altern. Kortikale Dicke wird außerdem mit Entscheidungsfindung, Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung in Verbindung gebracht.

Meditation kurbelt die Kreativität an

Der Neocortex ist die Gehirnregion, in der kreatives, strategisches und visionäres Denken sowie Problemlösung und soziales Verhalten verarbeitet werden. Damit der Neokortex aktiv werden kann, muss das limbische System gewissermaßen zustimmen. Hier werden Emotionen, Motivationen und Erinnerungen verarbeitet.

Wenn das limbische System aktiv ist, wir emotional aus der Balance geraten oder unglücklich sind, ist das Gehirn damit beschäftigt, diese Emotionen zu verarbeiten. Ideen werden dann nicht im Neocortex verarbeitet, unser kreatives Denken ist lahmgelegt. Meditation hilft dem Gehirn, Emotionen zu steuern, wie Wissenschaftler der Brown University nachweisen konnten. So können meditierende Menschen ihrem Gehirn helfen, die Wege zu kreativem Denken freizulegen.

Meditation ist ein wirksames Mittel bei Depressionen

Wissenschaftler der Lund University in Schweden konnten Anfang 2014 beweisen, dass Meditation bei Depressionen und Angststörungen genauso wirksam ist wie kognitive Verhaltenstherapie. “Achtsamkeits-Übungen in der Gruppe sollten als Alternative zu individueller Psychotherapie in Erwägung gezogen werden, insbesondere in staatlichen Kliniken, die nicht jedem eine individuelle Behandlung anbieten können”, sagte Studienleider Jan Sundquist in einem Statement.

Meditation kann Schmerzen lindern

In einer Studie der Wake Forest Baptist University konnte nachgewiesen werden, dass Meditation die Schmerz-Intensität um bis zu 40 Prozent senken kann.

Morphium und andere Schmerzmittel lindern Schmerzen normalerweise um etwa 25 Prozent. Gehirnscans der Probanden zeigten, dass die Gehirnregionen, die Schmerzen verarbeiten, während der Meditation beinahe inaktiv waren.

Meditation verbessert den Schlaf

Eine Studie der University of Utah zeigte, dass Menschen, die meditieren, nachts besser schlafen können. “Menschen, die Achtsamkeitsübungen praktizieren, sind in der Lage, ihre Gefühle und ihr Verhalten während des Tages besser zu kontrollieren", sagte Wissenschaftlerin Holly Rau, die an der Studie beteiligt war.

"Zusätzlich besteht ein Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und geringerer Aktivität zur Schlafenszeit, was auf Vorteile für die Qualität des Schlafs und die Fähigkeit, Stress zu kontrollieren, hindeutet.”

Bei der Meditation wird der Geist von allen Gedanken und Ablenkungen befreit, die uns so häufig am Einschlafen hindern.

Meditation macht Sie mitfühlender für sich und andere

Die Vorteile, die die Meditation für uns selbst hat, sind beeindruckend. Wenn wir Achtsamkeit trainieren und praktizieren, profitieren aber auch die Menschen in unserem Umfeld.

Denn Menschen, die meditieren, sind mitfühlender, wie Forscher der Harvard University nachweisen konnten. Demnach führt Meditation zu einem ausgeprägteren Bedürfnis, Gutes zu tun. Indem wir unsere Gedanken und Gefühle bewusst steuern, vermeiden wir es auch, unser Handeln von negativen Emotionen beeinflussen zu lassen und diese auf andere Menschen zu übertragen.

 

Die Meditation ist eine Kraftquelle, die jedem zur Verfügung steht.

 

Aktuelle Termine für Meditationstreffen oder Kurse finden Sie unter Termine "Meditations-treffen bzw. Kurs".

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